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Randy Meisner 1976

Sänger, Songwriter & Bassist Randy Meisner zählte vor allem in in den 70er Jahren zu den herausragenden Persönlichkeiten des Southern California CountryRock. Seine größte künstlerische Anerkennung und Popularität erlangte er als Mitglied solch legendärer Bands wie Poco und den Eagles. Seine exzellente Klasse als Songwriter und Lead-Vokalist ist Millionen von Musikfans in aller Welt schon alleine durch die Eagles-Klassiker Try and love again sowie Take It To The Limit in bester Erinnerung, ebenso seine Zusammenarbeit mit Kim Carnes bei dem 1980er Smash-Hit Deep Inside My Heart.
Geboren wurde Randy Meisner am 8. März 1946 in Scottsbluff im US-Bundesstaat Nebraska. Sein Sternzeichen ist Fisch.
Seine ersten musikalischen Gehversuche vor Publikum machte Randy Meisner im Jahre 1961 im Alter von nur 15 Jahren in der Rockband "The Dynamics."
1965 ging er nach Los Angeles, dem Musikmekka an der amerikanischen Westküste, und um sich dort seinen Lebensunterhalt zu verdienen, spielte er zunächst mit der Band "The Poor" einige Zeit in diversen Clubs und verdingte sich in den Folgejahren als Studiomusiker. So kam er 1969 zu seinem ersten professionellen Engagement in der legendären CountryRock-Formation Poco. Randy Meisner war dann auch mit dabei, als die Band ihr erstes Studio-Album Pickin' Up the Pieces einspielten. Vor der Veröffentlichung des ersten Poco-Albums jedoch hatte sich Meisner mit Richie Furay und Jim Messina überworfen und die Band wieder verlassen. Ersetzt wurde Meisner dann durch Timothy B. Schmit.
So kam es, das Randy Meisner auf diesem ersten Album von Poco nicht auf dem Cover abgebildet wurde.
1970 wechselte Meisner dann zu Rick Nelsons Stone Canyon Band, blieb aber dort auch nur für eine ziemlich kurze Zeit.
Die Band absolvierte einige Live-Gigs in Doug Westons Troubadour in West Hollywood, wo Linda Ronstadt´s damaliger Manager John Boylan auf ihn aufmerksam wurde. Boylan war bestrebt, die optimale Band für Linda Ronstadt zusammenzustellen und hatte u.a. schon Glenn Frey & Don Henley an Bord geholt. Unbeeindruckt davon, das Meisner gerade erst bei "Rick Nelsons Stone Canyon Band eingestiegen war, konnte Boylan ihn überreden, noch einmal umzusteigen und mit Frey und Henley in Linda´s Band zu spielen. Im Laufe der Tour mit Linda Ronstadt kam dann noch Bernie Leadon dazu und komplettierte das Line-up. Der Rest ist Eagles-Bandgeschichte.



Cover des Albums One More Song

Nach seinem Ausstieg bei den Eagles nahm sich Meisner eine Auszeit und ging für eine Weile zurück ins heimatliche Nebraska. Seine Solokarriere startete der Ex-Eagle dann im Jahre 1978 mit einem wirklich hervorragenden Album, welches lediglich mit seinem eigenen Namen betitel wurde. Die Auskopplung Bad Man fand Verwendung in dem legendären 1978er Musikfilm FM, von dem natürlich auch ein Millionenseller-Soundtrack-Album erschien und in dem Linda Ronstadt gleich mit 2 Live-Aufnahmen verewigt ist.
1980 präsentierte Randy mit dem Album One More Song typischen West Coast-Sound, zwar sehr poppig und versehen mit einer Extraschicht Zuckerguß, dadurch aber mit hundertprozentiger Ohrwurm-Garantie und qualitativ durchaus vergleichbar mit Jackson Browne´s Album Hold Out, welches im gleichen Jahr veröffentlicht wurde.
Die Songs Come On Back To Me, Deep Inside My Heart, Hearts on Fire & One More Song lohnen den Kauf dieses Albums allemal. Die Singleauskopplungen Hearts On Fire sowie Deep Inside My Heart, ein Duett mit der damals sehr populären Sängerin Kim Carnes (*Bette Davis Eyes), wurden sowohl in den USA als auch in Europa große Hits.
Ein wenig kurios mutet bei diesem Album allerdings die Mitwirkung von Meisner´s ehemaligen Eagles-Kollegen Don Henley & Glenn Frey an. Erst trennt sich Meisner von den Eagles, und dann spielen die Jungs auf den verschiedensten Alben als gemeinsame Gastmusiker munter weiter zusammen, aber im Grunde war das dann doch irgendwie typisch für die Eagles.
Nach One More Song dauerte es 2 Jahre, genauer gesagt 22 Monate, bis Meisner sein 3. Solo-Album vorlegte, das erneut lediglich mit seinem Namen betitelt wurde. Allerdings war die Studioformation, die diesen Longplayer mit Randy Meisner einspielte, im wahrsten Sinne des Wortes hochkarätig besetzt. Das in den Siebziger Jahren führende weibliche Geschwister-Rockduo Ann & Nancy Wilson, weltberühmt geworden als Rockformation Heart, besorgten bei den Songs Strangers, Tonight, Never Been in Love sowie Playin' in the Deep End die Harmony & Backing Vocals.
Die Horn-Section von Tower Of Power, eine der ersten Adressen des Jazz-Rock neben Chicago und Blood, Sweat & Tears, stellte ihre Extraklasse bei den Stücken Jealousy, Playin' in the Deep End sowie Doin' It for Delilah einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis.




Cover des Poco-Albums Legacy

In den Folgejahren verdingte sich Randy Meisner als Studio -u. Session-Musiker bei zahlreichen Albenaufnahmen vieler seiner Kollegen des California - Rock, so z.B. bei James Taylor, Joe Walsh, Dan Fogelberg, Bob Welch, Richie Furay, Richard Marx u.v.a.
Vor seiner zweiten Zusammenarbeit mit Poco tourte Meisner auch kurzzeitig mit Firefall-Gitarrist Ricky Roberts und Session-Drummer Ron Grine (spielte auch u.a. bei Dan Fogelberg) durch die Lande.
1989 kam es dann zu einer erneuten Zusammenarbeit Meisner´s mit seiner Ur-Band Poco.
Gemeinsam brachten die ollen Zuverlässigen des CountryRock das Album Legacy heraus und zeigten 20 Jahre nach ihrem Debütalbum, das sie in gleichem Maße wie die Eagles in puncto CountryRock ein absolutes Markenzeichen darstellen.
Eines haben Poco und die Eagles in ganz besonderer Weise gemeinsam, nämlich den Wiedererkennungswert. Poco klangen nach wie vor wie Poco, und das war und ist gut so. Dabei klingen Poco völlig anders als die Eagles, dies nur als Anmerkung für diejenigen, die das nicht wissen, weil sie sich mit diesem Musikstil noch niemals vorher befasst haben. Keine Band dieser Welt wird jemals den ganz besonderen Sound von Poco reproduzieren können, und alleine schon deswegen werden sie immer ein Fels in der Brandung der Musikwellen bleiben.


Zu einer erneuten, jedoch einmaligen Zusammenarbeit mit den Eagles kam es für Randy Meisner dann im Jahre 1998 anlässlich der Feierlichkeiten rund um die Einführung der Eagles in die Rock and Roll Hall of Fame, da nämlich spielten alle 7 Eagles-Mitglieder seit Gründung der Band Live zusammen in einer Formation, und das ohne sich gegenseitig umzubringen.
Die Jungs spielten an diesem Abend die 2 größten Eagles-Hits überhaupt, Hotel California & Take It Easy.


In den Jahren 2001 bis 2004 hat Randy Meisner noch 3 weitere Alben veröffentlicht,
den Longplayer Meisner, Swan & Rich, aufgenommen mit Billy Swan und Charlie Rich Jr., dieses Album erschien in der Tat am 11.September 2001, dem Tag der Terroranschläge auf das World Trade Center und das Pentagon.
Das Live-Album Live in Dallas kam im Februar 2002 auf den Markt, und sein bisher letztes Solo-Album, Love Me or Leave Me Alone wurde im Juni 2004 veröffentlicht.


Übersicht über die Eagles-Alben mit Beteiligung von Randy Meisner
1972 - Eagles
1973 - Desperado
1974 - On The Border
1975 - One of These Nights
1975 - Their Greatest Hits
1976 - Hotel California
1980 - Eagles Live
1982 - Greatest Hits Vol. Two
1985 - The Best of the Eagles
1994 - The Very Best of the Eagles
2000 - Selected Works 1972-1999
2000 - Selected Songs From Selected Works
2001 - The Very Best of the Eagles
2003 - The Very Best of the Eagles



Songs der Eagles, die von Randy Meisner geschrieben wurden und bei denen er als Co-Autor in Erscheinung trat

Take the Devil
Early Bird (Co-Autor Bernie Leadon)
Tryin
Certain Kind of Fool (Hauptautoren: Don Henley & Glenn Frey, Co-Autor: Randy Meisner)
Saturday Night (Hauptautoren: Don Henley & Glenn Frey, Co-Autoren: Randy Meisner & Bernie Leadon)
Is It True
Too Many Hands (Hautpautor: Don Felder, Co-Autor: Randy Meisner)
Take It To The Limit (Hauptautoren: Don Henley & Glenn Frey, Co-Autor: Randy Meisner)
Try and Love Again

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